iPad-Klasse

Liebe Eltern,

die Anmeldung des eigenen Kindes zur iPad-Klasse ist eine wichtige Entscheidung. Auf der einen Seite spricht sehr viel dafür, diesen Schritt zu gehen. Auf der anderen Seite steht die Geldausgabe von gut 600 Euro inklusive Gerät, Versicherung, Schutzhülle, Schutzfolie und App-Guthaben. Da kommen einige Fragen auf. Ich greife einmal drei wesentliche heraus.

  1. Geht es nicht billiger?
    Ja, aber nicht für die Schule. Wir müssen die Geräte – bald über 150 Stück – administrieren. Was heißt das? Die Geräte müssen aktuell gehalten werden. Neue Apps müssen installiert werden. Dazu benötigt man Hard- oder Softwarelösungen. Bei Android ist das mit erheblichen Kosten verbunden. Kosten, die der Schulträger nicht tragen wird, weil es in die Tausende Euro gehen wird. Für iOS ist dies kostenlos bzw. mit wenigen Euro pro Jahr möglich. Weiterhin besteht das Problem der Aktualisierung – die Geräte werden vier Jahre im Schulalltag benutzt. iOS garantiert für diesen Zeitraum eine ständig mögliche Aktualisierung. Die Problematik bei Android kennen Sie selbst. Zu guter Letzt gibt es immer die Gefahr der Viren und anderer Schädlinge. Bei iOS ist dieses kein Problem. Dies sind nur drei von gut 20 Gründen, warum sich unsere Schule für das System iOS entschieden hat. Fragen Sie gerne den Koordinator.
  2. Welche Vorteile hat die Teilnahme?
    Ihr Kind ist deutlich motivierter. Es kann auf verschiedenen Arten Aufgabenstellungen lösen. Die Kommunikation mit Mitschülern aber auch Lehrern ist deutlich entspannter. Abgabe-Fristen können eingehalten werden. Sachzusammenhänge können durch Lernvideos immer wieder betrachtet werden, sodass Lerninhalte verstanden werden. Der Umgang mit digitalen Medien ist deutlich ausgeprägter. Die Kommunikation zwischen den Mitschülern und den Lehrern ist deutlich verbessert. Durch die Geräte sind viel mehr Anwendungsfälle möglich als mit herkömmlichen PC, alleine schon weil es Schwerkraftsensor, GPS, Kompass, Kamera und Mikrofon vorhanden sind. Fotografieren, Filmen, Scannen, Ortsbestimmungen und weitere Funktionen sind somit möglich. Die Anschaulichkeit von Sachzusammenhängen kann durch Animationen deutlich verbessert werden. Viele Aufgaben werden nur im Team lösbar. Die Selbstständigkeit des Schülers, Aufgaben zu lösen, steigt. Und vergessen Sie nicht: Ihr Kind ist in Westmecklenburg eines der wenigen, die zu den Vorstellungsgesprächen um einen Ausbildungsplatz von sich sagen kann: Ich habe 4 Jahre Erfahrungen im Umgang mit iPads in der Schule gesammelt. Jeder Unternehmer oder Personalleiter wird sich darüber freuen, solch einen Bewerber zu haben.
  3. Welche Gefahren bestehen bei einer ständigen Nutzung von digitalen Unterrichtsmitteln?
    Die Spielsucht ist ein ernstes Problem. Keine Frage. Wie soll man mit solchen Schülern umgehen? Man kann natürlich auf Elternwunsch das Installieren von Apps verhindern. iOS bietet diese Möglichkeit. Trotzdem kann der Schüler online spielen, da genügend WebSeiten vorhanden sind, die auch bei aktiviertem Jugendschutz anwählbar sind. Damit ist klar: Es müssen individuelle Gespräche geführt werden. Es müssen unter Umständen Ordnungsmaßnahmen angedroht werden. Solche und ähnliche Fälle gibt es. Die gibt es aber auch in Klassen ohne Tablet. Das sollte man sich auch immer vor Augen führen. Allein durch das Smartphone bestehen ausreichend Möglichkeiten. Oder man nimmt ein Blatt Papier und malt während des Unterrichtes darauf. Was kann der Lehrer unternehmen? Die Antwort ist einfach: Individualisierter Unterricht, auf den Schüler und sein Niveau zugeschnitten. Und das geht am einfachsten (und vielleicht ausschließlich) – mit mobilen Geräten, also z.B. dem iPad.

Auf den Folgeseiten erhalten Sie mehr Informationen, wie wir an der Regionalschule Bertolt Brecht in Wismar mit diesem Thema umgehen. Schauen Sie einfach rein! Danke.