Erfinderwerkstatt

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Erfinderwerkstatt    Jahresausstellung

 

Kreativität ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Innovationen. Innovationen schaffen einen direkten Mehrwert für die Gesellschaft. Deshalb ist es unser Anliegen, Kreativität bei unseren Schülern zu fördern. Hierzu gibt es ganz unterschiedliche Ansätze. Einer dieser Ansätze soll hier näher vorgestellt werden: Unsere Erfinderwerkstatt.

„Früher Vogel fängt den Wurm“ – „Früh übt sich, wer ein Meister werden will“ – „Was Hans nicht erlernt wird Hänschen nimmer erlernen“

So der ähnlich gibt es zahlreiche Volksweisheiten. Wir alle kennen sie. Deshalb haben wir uns in der Fachschaft überlegt, wie wir die Kreativität und den Erfindergeist unserer Schüler fördern können. Frei nach dem Motto: „Hole den Schüler dort ab, wo er steht“ haben wir ein Konzept entwickelt, dass wir im Rahmen unseres Werkunterrichtes umsetzen. Worum geht es im Kern?

 

Inhalte:

Klasse 5

  • 1 x Freiarbeit (Kennenlernen der Handhabung des Metallbaukastens, Kennenlernen des Handlungsablaufes)
  • Erfinde das Modell eines Landfahrzeuges
  • Erfinde das Modell eines Luftfahrzeuges
  • Erfinde das Modell eines Wasserfahrzeuges
  • 1 x Partner/Gruppenarbeit – Erfinde ein mehrteiliges Modell-Set zu einem selbstgewähltem Thema

Klasse 6

  • Verbesserung der Stabilität an Modellen (Kontermutter, Verstrebung, Profile)
  • Erfinde das Modell eines Landfahrzeuges mit drei Rädern, mindestens eines ist lenkbar
  • Erfinde das Modell eines Luftfahrzeuges mit drei Propellern, mindestens eines ist beweglich
  • Erfinde das Modell eines Wasserfahrzeuges mit zwei Schiffskörpern
  • Erfinde ein Modell, welches einen Energiefluss besitzt

 

Grundsätzlicher Ablauf:

Nach der Nennung der Erfinder-Aufgabe für die Doppelstunde tragen die Schüler Beispiele zusammen, was alles ein Luftfahrzeug (etc.) sein könnte. Anschließend holen sie sich die angenommene Menge an Einzelteilen und an Werkzeugen. Dann wird das Modell gebaut. Die Restteile werden zurück sortiert. Zum Abschluss beginnt die Präsentation und Bewertung durch die Schüler. Toller Nebeneffekt – zahlreiche Fachbegriffe, wie Propeller, Schiffsrumpf, Tragflächen, Hauptrotor usw. kommen zur Sprache.

 

Fazit der Fachlehrer:

Wir hätten nie damit gerechnet, dass die Schüler dieses Lernangebot so gut annehmen. Wir haben seit der Einführung der Erfinder-Werkstatt im Schuljahr 2010/11 so viele tolle Modelle gesehen. Und was alles gebaut wurde: eine Geschirrspülmaschine, ein Kinderspielplatz, ein Karussell, eine komplette Autowaschanlage, eine Urlaubs-Erlebnisinsel, ein Frisörsalon mit Fön, Spiegel und Kamm, ein Klassenzimmer usw. Natürlich auch jede Menge Luft-, Land- und Wasserfahrzeuge. Viele von denen gibt es gar nicht. Es ist unglaublich wie viel Phantasie unsere Schüler entwickeln können. Und es ist immer sehr schön, wenn sie über ihre Erfindungen sprechen. Welche Details manchmal da so angeschraubt worden sind und welche Funktion bestimmte Modellbereiche besitzen. Mit anderen Worten: Gut, dass wir das so machen!

 

Beispiele:

 

Zwei Schülerinnen der fünften Klasse stellen ihren Mitschülern ihre Partnerarbeit vor. Sie haben sich Gedanken darüber gemacht, wie man die Thematik „Model“ umsetzen könnte. Sehr innovativ: Die fliegende Kamera. Life-Aufnahme.

 

Ein Schüler der fünften Klasse erläutert seinen Mitschülern die verschiedenen Funktionen und Aufgaben, die seine Erfindung besitzt. Life-Aufnahme.

 

 

 Der letzte Clip zeigt ein Erfinderbeispiel aus der 5. Klasse und eines aus der 6. Klasse. Erstaunlich die Umsetzung der Idee „Para-Glider“ (bestehend aus wenigen Einzelteilen) und auch der Idee „Windmühle“ (sehr kompakt).