10.09.2020 – Wandertag 6. Klassen


Wanderung nach Schloss Willigrad

Start: Vorplatz des Hauptbahnhofs Wismar 8:15 Uhr. Strahlender Sonnenschein und 77 gut gelaunte Schüler und Schülerinnen sowie sieben Erwachsene. Nun heißt es, rein in den Regionalexpress und eine zirka zwanzigminütige Fahrt durch die wunderschöne Landschaft Mecklenburgs bis Bad Kleinen genießen, obgleich viele Schüler lieber ihren Mobiltelefonen frönen.

In Bad K. angekommen geht es im Entenmarsch zum sagenumwobenen Eiertunnel, der dem einen oder der anderen aufgrund seines tiefen Dunkels und klirrenden Halles einen Schrei entlockt.

Danach erstreckt sich ein prachtvoller Naturweg entlang des Ufers des Schweriner Sees, den zur Linken das sonnenglänzende Wasser begrenzt und zur Rechten sich herrlicher Wald und saftige Wiesen abwechseln. Die Naturbelassenheit fordert uns, den Wanderern, an manchen Stellen die teilweise mageren „Outdoorkompetenzen“ ab, so dass umgekippte Baumstämme und morastige Wegstücke überwunden werden. Dazu lacht uns die Sonne und die fliegende Waldesschar pfeift ihr fröhliches Lied.

Nach einer guten Stunde erreichen wir eine steile Treppe, die hinauf zum Schlossplatz führt, und spätestens jetzt scheinen einigen der Wandergruppe die letzten Kräfte vollends zu versagen, da sich Schnaufen, Stöhnen und teilweise verhaltenes Fluchen hörbar machen – so ist es mehr als willkommen, dass uns oben eine prächtige Wiese zum Frühstücken und Ausruhen im Lichte der es gut meinenden Sonne empfängt.

Nicht einmal 100 Meter weiter und 20 Minuten später finden wir unseren Spiel- und Aufenthaltsort für den Vormittag, an dem ein Mitarbeiter der hiesigen Anlage Spiel- und Sportutensilien für die Kinder bereitgestellt hat. So werden Fußball, Frisbee, Schwedenschach, Fangen und Verstecken gespielt oder einfach bei einem Pläuschchen die ringsum frohlockende Natur genossen. Für die Gourmets und Kaufwilligen bietet das ortsansässige niedliche Café leckeres Eis in Muschelwaffeln, deliziösen Kuchen oder spritzige Limo.

Knapp zwei Stunden später und ohne größere Beschädigungen an Leib und Magen, aber mit viel Spaß geht es in Richtung Lübstorf quer durch den Wald. Sicher ist der anfängliche Wanderenthusiasmus nicht mehr ganz so groß – die Schritte werden gemächlicher – dennoch erreichen wir den Lübstorfer Bahnhof gut gelaunt, um ein weiteres Mal die Weite unseres schönen Bundeslandes vom Zuge aus zu betrachten, bis der Wismarer Bahnhof uns abschließend im freundlichen Sonnenlicht empfängt.

Es war ein „wirklicher“ Wandertag, der vollends zufriedenstellt. Vielen Dank an Frau Henrichs, die die Organisation übernommen hatte, ein großes Lob an alle Schüler und Schülerinnen für ihr Durchhaltevermögen und ein dickes Dankeschön an die Begleiter, die die Lehrkräfte tatkräftig unterstützten.